Emil Schumacher

Indemini – "Der Erde näher als den Sternen"

13. September 2026 –

6. Dezember 2026

Mit „Indemini“ ist dem Emil Schumacher Museum eine außergewöhnliche Neuerwerbung gelungen. Das mit drei Metern Höhe geradezu monumentale Werk aus dem Jahr 1974 zählt zu den vier größten Leinwänden Emil Schumachers und gehört zu den bedeutendsten Zeugnissen seines experimentellen Umgangs mit Material. Nur sein Mosaik in der U-Bahn-Station „Colosseo“ von Rom oder wenige festverbaute Keramikwände übertreffen diese Bilder in ihren Dimensionen. Jahrzehntelang befand sich dieses wichtige Gemälde als Dauerleihgabe im Saarlandmuseum in Saarbrücken. Im vergangenen Winter konnte die Emil Schumacher Stiftung das Werk aus Privatbesitz erwerben und so nun dauerhaft für die Öffentlichkeit sichern.

Die Ausstellung „Emil Schumacher – Indemini. Der Erde näher als den Sternen“ rückt diese bedeutende Erwerbung erstmals in den Mittelpunkt einer umfassenden Präsentation. Nach einer Reihe von Ausstellungen zum künstlerischen Umfeld Emil Schumachers widmet das Museum seinem Namensgeber damit erstmals seit fünf Jahren wieder eine große monografische Werkschau. Ausgangspunkt ist Schumachers monumentales Materialbild „Indemini“, in dem Jute, Farbe und Teer zu einer ebenso archaischen wie kraftvollen Bildwelt verschmelzen. Im Zentrum steht die Frage nach der Bedeutung des Materials für Schumachers Schaffen – von den frühen Arbeiten bis zu seinen späten Werkphasen.

Titelbild: Emil Schumacher, Indemini, 1974, Acryl und Asphalt auf Rupfen, 289,5 x 195,5 cm, Emil Schumacher Museum, Hagen. Foto: Ketterer Kunst © VG Bild-Kunst, 2026