Geschichte und Architektur

Angebunden an den Ort, an dem der junge Emil Schumacher einst den Expressionisten Christian Rohlfs durch ein Atelierfenster beobachtete und davon träumte, selbst Künstler zu werden, steht heute das Emil Schumacher Museum. Denn Schumacher, 1912 in Hagen geboren, blieb seiner Heimatstadt zeitlebens eng verbunden, trotz internationaler Anerkennung und zahlreicher Aufenthalte im Ausland.

Eröffnet wurde das Museum am 28. August 2009. Initiiert durch einen Ratsbeschluss der Stadt Hagen und maßgeblich unterstützt durch das Engagement seines Sohnes Ulrich Schumacher, der zahlreiche Werke zur Verfügung stellte und die Emil Schumacher Stiftung gründete, die das Museum bis heute trägt. Auch der Förderverein Emil Schumacher Museum e. V., bereits 2004 in Hagen gegründet, setzte sich mit großem Einsatz für die Realisierung des Museumsbaus ein und begleitet die Arbeit des Hauses bis heute.

Der Bau nach Entwürfen von Lindemann Architekten ist ein markanter Sichtbetonkörper, umhüllt von einer Glashülle und verbunden mit dem Osthaus Museum Hagen. Bei Tageslicht tritt die Struktur der Fassade deutlich hervor, nachts beginnt das Gebäude von innen zu leuchten. Prägendes Element ist die vom Museumsplatz aus sichtbare, freischwinger Treppenanlage, die das Haus erschließt.
Auf zwei Etagen werden rund 500 Werke aus allen Schaffensphasen Emil Schumachers gezeigt – von großformatigen Gemälden bis zu Arbeiten auf Papier, Keramik, Porzellan und Schiefer. Ein besonderes Highlight ist das in das Museum überführte Atelier des Künstlers, das einen unmittelbaren Einblick in seine Arbeitsweise ermöglicht. Ergänzt wird die Sammlung durch Wechselausstellungen, die Schumachers Werk in einen Dialog mit parallelen künstlerischen Positionen der Moderne und Gegenwart stellen.