Emil Schumacher

1912
Geburt am 29. August in Hagen als drittes Kind von Anna und Emil Schumacher.

1926-1931
Besuch der Oberrealschule in Hagen.
Als 18jähriger unternimmt Emil Schumacher 1930 eine vierwöchige Fahrradtour nach Paris.

1931-1934
Studium der freien Grafik an der Kunstgewerbeschule Dortmund mit der Absicht Werbegrafiker zu werden.
Während der Studienzeit reist er mehrfach mit dem Fahrrad ins Ausland, unter anderem über den St. Gotthard bis zum Lago Maggiore.

1934-1939
Freier Maler ohne Beteiligung an Ausstellungen. Er unternimmt, wiederum mit dem Fahrrad, Studienreisen nach Holland und Belgien.

1939-1945
Dienstverpflichtet als Technischer Zeichner in den Akkumulatoren-Werken einem Hagener Rüstungsbetrieb.

1941
Heirat mit Ursula Klapprott, Geburt des Sohnes Ulrich.

SEIT 1945
Unmittelbar nach Kriegsende Neubeginn als freier Künstler.

1947
Erste Einzelausstellung in dem von dem Architekten Rasch eingerichteten Studio für neue Kunst in Wuppertal.

Mitbegründer der Künstlervereinigung junger westen.

1948
Emil Schumacher erhält den Kunstpreis junger westen der Stadt Recklinghausen, im selben Jahr kauft das Karl Ernst Osthaus Museum zwei seiner Bilder, Stilleben und Stilleben mit Pilzen an.

1950
Sommeraufenthalt in Ascona am Lago Maggiore.

1951
Reise nach Paris mit Thomas Grochowiak und Ernst Hermanns. Entstehung der ersten ungegenständlichen Bilder.

1954
Beteiligung an der von Willem Sandberg im Stedelijk Museum, Amsterdam, veranstalteten Ausstellung Deutsche Kunst nach 45: Zum ersten Mal nach dem Krieg wird zeitgenössische Kunst aus Deutschland im Ausland gezeigt.

1955
Beteiligung an der Ausstellung Peintres et sculpteurs non-figuratifs en Allemagne d’aujourd-hui in Paris, mit der René Drouin im Cercle Volney 10 Jahre nach Kriegsende erstmals wieder deutsche Gegenwartskunst in Frankreich zeigt.

Kunstpreis der Stadt Iserlohn, seitdem Beteiligung an bedeutenden Ausstellungen im In- und Ausland.

1956
Auf der Suche nach neuen bildnerischen Mitteln und Materialien entstehen die ersten Tastobjekte.

Conrad-von-Soest-Preis, Münster.

1958
Reisen nach Spanien, Italien und Tunesien.
Teilnahme an der XXIX. Biennale di Venezia.
Karl-Ernst-Osthaus-Preis, Hagen.
Guggenheim Award (National Section), New York.

1958-1960
Professur an der Hochschule für Bildende Künste, Hamburg.

1959
Teilnahme an der documenta II in Kassel, sowie an der V. Biennale de São Paulo.
Erste Einzelausstellung in New York in der Samuel M. Kootz Gallery.
Preis des japanischen Kultusministers anläßlich der V.
International Art Exhibition, Tokio.
Menzione d’Onore, anläßlich des XI. Premio Lissone.

1962
Reise nach Libyen und Tunesien.
Sommeraufenthalt in Anguillara am Lago di Bracciano.
Premio Cardazzo, anläßlich der XXX. Biennale di Venezia.
First prize silver medal, Bang Danh-Du Award anläßlich der 1st International
Arts Exhibition, Saigon.

1963
Einzelausstellung als deutscher Beitrag zur VII. Biennale de São Paulo. Reisen nach Brasilien, Argentinien, Uruguay, Peru und Bolivien schließen sich an.
Abermaliger Sommeraufenthalt in Anguillara, es entstehen Bilder und Gouachen, die in der Galeria La Medusa in Rom gezeigt werden.
Großer Kunstpreis des Landes Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf.

1964
Teilnahme an der documenta III in Kassel.

1965
2. Preis der VI. Exposition Internationale de Gravure, Ljubljana. Reise durch Jugoslawien, nach Montenegro, in die Herzegowina und nach Bosnien.

1966-1977
Professur an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste, Karlsruhe.

1966
Prize of the Governor of Tokyo, anläßlich der 5th International Biennale Exhibition of Prints, Tokio.
Reise durch Norwegen.

1967-1968
Gastprofessur an der Minneapolis School of Art , Minneapolis. In Minneapolis entsteht eine Reihe von Arbeiten auf Papier, die als Minneapolis Suite 1968 in der Lefebre Gallery in New York und im Jahr darauf in der Galerie de Montréal in Montreal ausgestellt wird. Ausgedehnte Reisen durch die USA.

1968
Verdienstkreuz Erster Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.
Mitglied der Akademie der Künste, Berlin.

1969
Winteraufenthalt auf der tunesischen Insel Djerba. Hier entstehen in den folgenden Jahren die Djerba Gouachen.

1971
seit 1971 regelmässige Frühjahrs- und Sommeraufenthalte auf Ibiza.

1974
Herbstaufenthalt in Cunardo am Lago Maggiore wo in der Ceramica Ibis die ersten Keramiken entstehen.
Preis der Stadt Ibiza anlässlich der Graphik-Biennale 1974.

1975
Winteraufenthalt auf der Insel Djerba.

1978
August Macke Preis der Stadt Meschede.

1980
Reise durch Tunesien und Winteraufenthalt in Hammamet.

1982
Mitglied des Ordens Pour le mérite für Wissenschaften und Künste.
Rubenspreis der Stadt Siegen.
Ehrenring der Stadt Hagen.

1983
Reise nach Marokko, wo die 36 Blätter umfassende Suite Maroc entsteht.
Großes Verdienstkreuz mit Stern des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.

1985
Ehrengast der Deutschen Akademie Rom, Villa Massimo.

1987
Jörg-Ratgeb-Preis der Stadt Reutlingen.
Preis der Europäischen Akademie für Bildende Kunst, Trier.
Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen.

1988
Silber-Medaille anläßlich der 2. Internationalen Biennale in Bagdad, Irak.
Gestaltung einer 20 Meter breiten Keramik-Wand im neuen Gebäude des Landtages von Nordrhein-Westfalen.
Ehrenbürgerschaft der Stadt Hagen.

1990
Herbert-Boeckl-Preis für moderne europäische Malerei, Salzburg.
Erster Preis der 1. Biennale Européenne de l’estampe contemporaine Diekirch, Luxembourg.
Ehrung als ‚Bürger des Ruhrgebiets‘ durch die Vereinigung „pro Ruhrgebiet“, Essen.

1991
Grand prix d’honneur, Goldmedaille anläßlich der XIX. Biennale Internationale de Gravure, Ljubljana.
Harry-Graf-Keßler-Preis des Deutschen Künstlerbundes.
Gastprofessur beim Concorso Superiore Internazionale del Disegno der Fondazione Antonio Ratti, Como.

1992
Verleihung des Doktorgrades ehrenhalber, Dr. phil.h.c. durch die Universität Dortmund.

1993
Salle d’honneur der XX. Biennale Internationale de Gravure, Ljubljana.

1996
Gestaltung einer 20 m langen und 3 m hohen Mosaik-Wand für die Metro-Station Colosseo in Rom.

1997
Grand prix d’honneur der Internationalen Graphik-Triennale 1997, Krakau.
Verleihung der Würde des Ehrenbürgers an der Friedrich-Schiller Universität, Jena.

1998
Auftrag für ein Wandgemälde im Gebäude des Reichstages Berlin (Ausführung 1999).
Stationen und Zeiten, Wandgemälde im Reichstagsgebäude in Berlin, 1999

1999
Mitglied der Sächsischen Akademie der Künste, Dresden.
Erscheinen des Malerbuches ‚GENESIS‘ mit 18 Serigraphien in der Edition Har-El, Jaffa/Israel.

Emil Schumacher stirbt am 4. Oktober 1999 in San José/Ibiza.