"Ich könnte nie vorsätzlich malen, mir unterläuft das"
Bert Jäger als Maler des Informel

In dem Vortrag stellt die Berliner Kuratorin Philine Pahnke Jägers erste Schaffensphase in den frühen 1960er-Jahren in den Mittelpunkt und charakterisiert sein Wirken im Kontext des Informel. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Verbindung Bert Jägers zu Emilio Vedova und auf dem Einfluss, den dieser auf Jägers Werk hatte.
Der Freiburger Maler Bert Jäger (1919–1998) widmete sich der gestischen Malerei des Informel. Unter der Betonung des Malprozesses schuf er zahlreiche Gemälde und Werke auf Papier. In Jägers Arbeiten verdichten sich energische Linien und breitere Striche zu komplexen, vielfarbigen Netzen. Sie überlagern sich und werden so zu vielschichtigen Strukturen und ausdrucksvollen Gerüsten. In seinem dynamischen und spontanen Farbauftrag zeigt sich Jägers Nähe zu den kreativen Prozessen des italienischen Malers Emilio Vedova, der für viele Künstler:innen des Informel in Deutschland als Leitfigur galt.
Eintritt frei